Beschreibung
Der Mai-Stielporling ist ein kleiner, zäher Pilz mit rundem, flachem oder leicht gewölbtem Hut von 1–12 cm Durchmesser. Die Hutoberfläche ist matt, schuppig und oft borstig behaart, besonders nahe dem Rand, und ihre Farbe ist sehr variabel, von gelb und rostfarben bis graubraun und nahezu schwarz. Die Unterseite besteht aus sehr kleinen, regelmäßigen Poren, die heller sind als der Hut. Der Stiel ist kurz, zäh, haselnussbraun oder graugelb, oft mit kurzen borstigen Haaren.
Er wächst auf herabgefallenen Ästen und Stämmen von Laubbäumen in Wäldern, Parks und Gärten; auf Nadelbäumen findet man ihn selten. In Polen ist er häufig. Die Fruchtkörper erscheinen während der gesamten Vegetationsperiode, am häufigsten im Frühling, von April bis Mai, seltener im Herbst.
Von ähnlichen Lentinus-Arten lässt er sich durch seine sehr feinen Poren sowie den behaarten Hutrand und Stiel unterscheiden. Der Winter-Porling hat deutlich größere Poren und wächst hauptsächlich im Winter und Frühling, während der Frühlings-Porling ebenfalls große Poren hat. Die Art ist ungenießbar.
Bestimmungsmerkmale
- Hut
- Durchmesser 1–12 cm, Dicke 0,2–0,8 cm; Form rund, flach oder leicht gewölbt, manchmal mit einer kleinen Spitze, selten vertieft. Rand scharf, dünn, eingerollt, manchmal wellig oder gelappt. Oberfläche matt, mit kleineren oder größeren Schuppen bedeckt, bei älteren Exemplaren mit einem Netz von Rissen, auf der ganzen Oberfläche oder nur nahe dem Rand borstig behaart. Farbe sehr variabel: gelb, rostfarben, graubraun, tabakbraun, ockerfarben oder nahezu schwarz.
- Hymenophor (Hutunterseite)
- Porig (Röhren und Poren). Röhren 0,5–2 mm lang, mit sehr dünnen Wänden, am Stiel leicht herablaufend. Poren sehr klein, regelmäßig, etwa 4–6 pro mm. Die Farbe des Hymenophors ist deutlich heller als die des Hutes.
- Stiel
- Meist zentral, seltener exzentrisch; Höhe 2–3 cm (ausnahmsweise bis zu 6 cm), Dicke 0,2–0,7 cm. Zäh, zylindrisch, manchmal bogenförmig gekrümmt, gelegentlich mit verdickter Basis. Oberfläche glatt, faserig-schuppig oder mit kurzen borstigen Haaren bedeckt; Farbe haselnussbraun, graugelb bis hellkastanienbraun.
- Fleisch
- Keine Daten zu Farbe, Farbveränderungen, Geruch oder Geschmack des Fleisches. Das Fleisch sollte nicht probiert werden.
- Sporenpulver und Sporen
- Farbe des Sporenpulvers: keine Daten. Sporen wurstförmig bis zylindrisch, 5–7 × 2 µm.
Lebensraum und Verbreitung
Ökologie. Wächst auf Totholz: auf herabgefallenen Ästen und Stämmen von Laubbäumen, selten auf Nadelbäumen. Kommt in verschiedenen Waldtypen, Parks und Gärten vor.
Verbreitung. In Europa weit verbreitet, in den meisten Ländern nachgewiesen; außerhalb Europas aus Argentinien, Paraguay, Brasilien und Taiwan gemeldet. In Polen häufig. In Polen nicht gesetzlich geschützt.
Fruchtkörperbildung. Die Fruchtkörper erscheinen während der gesamten Vegetationsperiode, am häufigsten im Frühling (April–Mai), seltener im Herbst (August–November).
Womit kann man ihn verwechseln?
- Lentinus brumalis (Winter-Porling) — Deutlich größere Poren, weniger behaarter Stiel; die Fruchtkörper erscheinen hauptsächlich im Winter und Frühling.
- Lentinus arcularius (Frühlings-Porling) — Große Poren.
Verlass dich nie auf ein einzelnes Merkmal. Wenn du nicht sicher bist – nicht sammeln; zeig den Pilz einer qualifizierten Pilzberatung.
Wissenswertes
- Im Deutschen heißt der Pilz Gewimperter Porling. Der Name bezieht sich auf die feinen Borstenhaare am Hutrand, die wie Wimpern aussehen.
- Er wächst in Deutschland vor allem im Frühjahr und Frühsommer auf liegenden Ästen und Stämmen von Laubbäumen, etwa in Laubwäldern, Parks und Gärten. Deshalb nennt man ihn auch Frühlings-Porling.
- Mit dem Winter-Porling (Polyporus brumalis) wird er leicht verwechselt, weil beide kleine, zähe, gestielte Porlinge auf Laubholz sind. Beim Gewimperten Porling sind die Poren aber sehr fein und der Hut ist am Rand borstig bewimpert.
Häufige Fragen
Wann wächst Mai-Stielporling?
Laut Beobachtungen in Polen (GBIF) ist die Saison: April – August; die meisten Funde fallen in Mai.
Wo wächst Mai-Stielporling?
Wächst auf Totholz: auf herabgefallenen Ästen und Stämmen von Laubbäumen, selten auf Nadelbäumen. Kommt in verschiedenen Waldtypen, Parks und Gärten vor.
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