Beschreibung
Die Herbst-Lorchel hat einen cremeweißen, unregelmäßig gefalteten, gelappten Hut von 2–5 cm Durchmesser, der auf einem dicken, gefurchten, an der Basis verbreiterten Stiel sitzt. Der gesamte Pilz ist blass, zerbrechlich und eher niedrig, meist 2–10 cm. Anstelle von Lamellen oder Röhren hat er eine glatte, gefaltete Oberfläche.
Wächst vom Spätsommer bis zum späten Herbst in feuchten Laubwäldern, aber auch in Parks, Gärten und an Straßen, besonders gerne auf kalkhaltigen Böden. In Polen mäßig häufig.
Sie hat ein so charakteristisches Aussehen, dass sie kaum mit etwas zu verwechseln ist. Sie enthält giftige Verbindungen und ist nicht zum Verzehr geeignet.
Bestimmungsmerkmale
- Hut
- Eigentlich ein Hut (der ascusbildende Fruchtkörper): 2–5 × 2–5 cm (Beschreibungen geben auch 2–6 cm an), unregelmäßig, gelappt, unregelmäßig gefaltet, manchmal sattelförmig eingebuchtet. Farbe von weißlich über cremeweißlich bis schmutzig ocker. Rand bei jungen Fruchtkörpern eingerollt; Unterseite behaart.
- Hymenophor (Hutunterseite)
- Keine Lamellen oder Röhren: das Hymenium (sporenporige Schicht) befindet sich auf der Oberseite des gelappten Hutes. Die Unterseite des Hutes ist behaart, zottig.
- Stiel
- Höhe 3–10 cm, Dicke 1–2,5 cm (Beschreibungen geben auch 2–5 cm an), deutlich gefurcht und gerippt (mit Gruben und Rippen), an der Basis verbreitert; Farbe weiß, creme oder rötlich. Kein Ring und keine Knolle. Der gesamte Fruchtkörper ist 2–10 (ausnahmsweise bis zu 25) cm hoch.
- Fleisch
- Dünn, zerbrechlich, weißlich. Geruch als angenehm beschrieben; nicht kosten.
- Sporenpulver und Sporen
- Sporenpulver weiß. Ascosporen elliptisch, glatt, farblos; Größe im Durchschnitt 19 × 11,5 µm (Bereich 15–21 × 10–12 µm).
Lebensraum und Verbreitung
Ökologie. Ein bodenbewohnender Saprotroph (einige Beschreibungen geben auch Mykorrhiza an – eine Diskrepanz). Wächst in feuchten Laubwäldern (z. B. unter Buchen), gerne auf kalkhaltigen Böden, aber auch in Parks, Gärten, Hecken, auf Rasen, an Straßen und am Waldrand.
Verbreitung. Europa, Nordamerika, auch China und Japan; in Polen mäßig häufig. Im westlichen Teil Nordamerikas wird sie manchmal durch Helvella lacunosa ersetzt. In Polen nicht gesetzlich geschützt.
Fruchtkörperbildung. Vom Spätsommer bis zum späten Herbst.
Womit kann man ihn verwechseln?
- Helvella elastica (Elastische Lorchel) — Stiel glatt, ohne Gruben und Rippen; kleiner, Hut sattelförmig.
- Helvella lacunosa (weiße Formen) — Sie unterscheidet sich von ihr durch die behaarte Hutunterseite und den eingerollten Rand bei jungen Exemplaren von H. crispa.
Verlass dich nie auf ein einzelnes Merkmal. Wenn du nicht sicher bist – nicht sammeln; zeig den Pilz einer qualifizierten Pilzberatung.
Wissenswertes
- Im deutschsprachigen Raum trägt der Pilz den volkstümlichen Namen Herbstlorchel, da seine auffälligen Fruchtkörper vor allem in den kühlen Herbstmonaten an Wald- und Wegrändern Deutschlands sprießen.
- In der bundesweiten Roten Liste der Großpilze gilt die Herbstlorchel als ungefährdet und kommt insbesondere in kalkreichen Regionen Deutschlands regelmäßig vor.
- In deutschen Wäldern wird die Art mitunter mit der dunkler gefärbten Grubenlorchel verwechselt, die an ähnlichen Standorten wächst.
Häufige Fragen
Wann wächst Herbst-Lorchel?
Laut Beobachtungen in Polen (GBIF) ist die Saison: September – November; die meisten Funde fallen in Oktober.
Wo wächst Herbst-Lorchel?
Ein bodenbewohnender Saprotroph (einige Beschreibungen geben auch Mykorrhiza an – eine Diskrepanz). Wächst in feuchten Laubwäldern (z. B. unter Buchen), gerne auf kalkhaltigen Böden, aber auch in Parks, Gärten, Hecken, auf Rasen, an Straßen und am Waldrand.
In der Gribo-App hat diese Art außerdem ein drehbares 3D-Modell, Fotos im Quiz und Warnungen bei der Bestimmung mit der Kamera. So fängst du an.