Beschreibung
Der Goldröhrling (Suillus grevillei) ist ein Pilz mit leuchtend goldgelbem bis orangefarbenem Hut, meist 5–10 cm breit (bis zu 15 cm), der mit schleimigem Überzug bedeckt ist, der nach Regen wie lackiert aussieht. Die Poren unter dem Hut sind gelb, und der Stiel trägt einen Ring, oberhalb davon zitronengelb und unterhalb orangebraun.
Er wächst ausschließlich unter Lärchen, besonders im Gebirge, ist aber in ganz Polen verbreitet. Die Fruchtkörper erscheinen von Sommer bis Herbst.
Der Ring am Stiel und die Bindung an die Lärche helfen, ihn vom Körnchen-Röhrling (Suillus granulatus) zu unterscheiden, der unter Kiefern wächst und keinen Ring hat. Wenn du dir bei der Art nicht sicher bist, sammle ihn nicht zum Verzehr.
Bestimmungsmerkmale
- Hut
- Durchmesser 4–15 cm (die Beschreibungen geben unterschiedliche Spannen an); jung kegelig oder halbkugelig, dann glockenförmig, schließlich abgeflacht und polsterförmig. Huthaut glatt, kahl, mit Schleim überzogen; bei Trockenheit trocknet sie aus, bei Nässe sehr schlüpfrig und glänzend. Farbe von zitronengelb bis goldorange, zum Rand hin blasser; am Rand können Reste des Velums vorhanden sein. Die Huthaut lässt sich nur sehr schwer vom Fleisch trennen.
- Hymenophor (Hutunterseite)
- Röhren 5–10 mm lang, gelb, später olivgelb, angewachsen, am Stiel leicht herablaufend. Bei jungen Exemplaren von einem gelblich-weißen Velum bedeckt. Poren zuerst rund, dann eckig, gelb, im Alter braungelb; bei Druck färben sie sich rosabraun, dann dunkler.
- Stiel
- Höhe 5–14 cm, Dicke bis 2,5 cm, zylindrisch oder keulenförmig, voll, mit einem Ring im oberen Teil. Oberhalb des Rings zitronengelb, schleimig, oft mit Netzzeichnung; unterhalb des Rings orangebraun (nach manchen Beschreibungen mit rostbraunen Streifen). Bei älteren Exemplaren verschwindet der Ring und hinterlässt eine Spur.
- Fleisch
- Gelb, stellenweise rosa anlaufend; im Hut weich und saftig, im Stiel hart und faserig; bei alten Exemplaren wässrig. Beim Schneiden oder Zerdrücken färbt es sich schmutzig rosa (nach manchen Beschreibungen bräunlich). Geschmack unbedeutend (nach manchen Beschreibungen mild bis leicht herb oder etwas bitterlich), Geruch undeutlich (nach manchen Beschreibungen fehlend oder leicht metallisch).
- Sporenpulver und Sporen
- Sporenpulver olivocker bis hellbraun. Sporen glatt, spindelförmig bis ellipsoid, blassgelb, 7–11 × 3–4 µm.
Lebensraum und Verbreitung
Ökologie. Mykorrhizapilz (Ektomykorrhiza), ausschließlich mit Lärchen; unter den drei unter Lärchen wachsenden Schmierröhrlingen ist er der am häufigsten anzutreffende.
Verbreitung. Europa, Nordamerika, Nordafrika, Australien, auch Taiwan. In Polen häufig, besonders im Gebirge. Gesetzlich nicht geschützt.
Fruchtkörperbildung. Juli–November.
Womit kann man ihn verwechseln?
- Suillus bresadolae var. flavogriseus (Alpen-Schmierröhrling, polnisch: maślak alpejski) — Wächst nur in den höheren Lagen der Berge, ebenfalls unter Lärchen; detaillierte Merkmale – keine Angaben.
- Suillus flavidus (Sumpf-Röhrling, polnisch: maślak błotny) — Als ähnlich aufgeführt; detaillierte Unterschiede – keine Angaben. In Polen geschützt (Teilschutz), nicht im Atlas enthalten – nicht sammeln.
- Suillus granulatus (Körnchen-Röhrling) — Hat keinen Ring am Stiel; wächst unter Kiefern, nicht unter Lärchen.
- Suillus tridentinus (Orangeroter Graubrauner Lärchen-Röhrling) — Vorsicht: ähnliche geschützte Art (in Polen strenger Schutz), nicht im Atlas enthalten. Hut orange bis rostfarben mit dunkleren Fasern, Poren orange; unter Lärchen, hauptsächlich auf Kalkboden im Gebirge. Nicht sammeln.
- Suillus sibiricus (Sibirischer Röhrling) — Vorsicht: ähnliche geschützte Art (in Polen Teilschutz), nicht im Atlas enthalten. Hut gelb mit bräunlichen Flecken, Stiel mit braunen Punkten; wächst nur unter der Zirbelkiefer (in Polen in der Tatra). Nicht sammeln.
Verlass dich nie auf ein einzelnes Merkmal. Wenn du nicht sicher bist – nicht sammeln; zeig den Pilz einer qualifizierten Pilzberatung.
Wissenswertes
- Der Goldröhrling heißt im Deutschen auch Lärchen-Röhrling oder Butterpilz-Verwandter, weil er ausschließlich bei Lärchen wächst; den Namen „Goldröhrling“ verdankt er seinem leuchtend goldgelben Hut.
- In Deutschland findet man ihn vor allem dort, wo Lärchen stehen, also in Bergregionen wie den Alpen und Mittelgebirgen sowie in Parks und Forsten mit angepflanzten Lärchen; er gilt als nicht gefährdet.
- Weil der Pilz so streng an die Lärche gebunden ist, gilt er in Deutschland als guter Hinweis darauf, welche Baumart im Boden ihre Wurzeln hat.
- Verwechselt wird er manchmal mit dem Körnchen-Röhrling, der unter Kiefern wächst und keinen Ring am Stiel hat.
Häufige Fragen
Wann wächst Gold-Röhrling?
Laut Beobachtungen in Polen (GBIF) ist die Saison: Juli – Oktober; die meisten Funde fallen in September.
Wo wächst Gold-Röhrling?
Mykorrhizapilz (Ektomykorrhiza), ausschließlich mit Lärchen; unter den drei unter Lärchen wachsenden Schmierröhrlingen ist er der am häufigsten anzutreffende.
In der Gribo-App hat diese Art außerdem ein drehbares 3D-Modell, Fotos im Quiz und Warnungen bei der Bestimmung mit der Kamera. So fängst du an.