Beschreibung
Der Dunkle Hallimasch ist der häufigste Hallimasch in Polen. Die Fruchtkörper besitzen einen 3–8 cm breiten Hut, fleischrosa oder rotbraun, mit deutlichen schwärzlich-braunen Schuppen, die bis zum Rand reichen. Die Lamellen sind anfangs cremeweiß, später braun, und der Stiel trägt einen recht dicken weißen Ring mit dunklen Schuppen an der Unterseite.
Er wächst in Büscheln auf Stümpfen und an der Basis von Bäumen, hauptsächlich Fichten, in Nadelwäldern auf sauren Böden, seltener an Tanne, Kiefer und Buche. Er ist ein Parasit, der Baumwurzeln zerstört. Manchmal sind Stümpfe weiß von seinen Sporen.
Nicht roh oder ungenügend gegart verzehren. Sammeln Sie nur Exemplare, deren Art Sie sicher kennen, denn auf Stümpfen wachsen auch giftige Büschel, z. B. der Grünblättrige Schwefelkopf.
Bestimmungsmerkmale
- Hut
- Durchmesser 3–8 cm; bei jungen Exemplaren konvex, sich schnell ausbreitend, bei älteren konkav werdend. Farbe fleischrosa, rotbraun oder cremig-braun. Charakteristische, recht große, schwärzlich-braune Schuppen, die bis zum Hutrand reichen.
- Hymenophor (Hutunterseite)
- Lamellen recht dicht stehend, anfangs cremeweiß, später braun; in einigen Beschreibungen herablaufend (am Stiel herabgehend).
- Stiel
- Höhe 4–12 cm, Dicke bis zu 2 cm; zylindrisch, faserig, keulenförmig, vollfleischig, oft gebogen; bei älteren Exemplaren wattig und im Inneren hohl. Im oberen Teil weißlich, weiter unten rostfarben, meist mit Resten eines weißlichen Schleiers und braunen Fibrillen. Ring recht dick, weiß, mit dunklen Schuppen an der Unterseite und an den Rändern, gut ausgebildet.
- Fleisch
- Weiß, mit zunehmendem Alter ins Rosa umschlagend; pilziger Geruch, milder Geschmack. Das rohe Fleisch enthält für manche Menschen schädliche Verbindungen (siehe: medizinisch), daher darf es nicht roh verzehrt werden.
- Sporenpulver und Sporen
- Sporenpulver weiß. Sporen ellipsoid, glatt, mit Tröpfchen, 7,5–10 × 5–7 µm.
Lebensraum und Verbreitung
Ökologie. Ein Baumparasit (Hallimasch-Wurzelfäule, Weißfäule des Holzes) und ein Saprophyt auf toten Stümpfen und Wurzeln, manchmal auf dem Boden in der Nähe von Wurzeln. Er breitet sich durch schwarze Rhizomorphen („Schnürstränge“) unter der Rinde und im Boden aus; das Myzel kann Biolumineszenz zeigen (leuchtendes Holz). Er befällt hauptsächlich Fichte, seltener Tanne, Kiefer und Buche; stark pathogen für viele Nadelbäume.
Verbreitung. Nordhalbkugel: Nordamerika, Europa, Japan. Sehr häufig in Mitteleuropa; in Polen die häufigste Hallimasch Art, besonders in Fichtenwäldern auf sauren Böden. Er steht in Polen nicht unter gesetzlichem Schutz.
Fruchtkörperbildung. Herbst; genaue Monate – keine Daten.
Womit kann man ihn verwechseln?
- Armillaria mellea (Honiggelber Hallimasch) — Wächst auf toten Laubbäumen, Hut mit sehr feinen Fibrillen, manchmal völlig kahl. Aus der Sicht eines Pilzsammlers werden alle Hallimasch-Arten ähnlich behandelt.
- Armillaria tabescens (Ringloser Hallimasch) — Kein Ring am Stiel; in Polen selten.
- Pholiota limonella — Kann mit ihm verwechselt werden, wenn Myzelfächer fehlen; detaillierte Unterschiede – keine Daten.
Verlass dich nie auf ein einzelnes Merkmal. Wenn du nicht sicher bist – nicht sammeln; zeig den Pilz einer qualifizierten Pilzberatung.
Wissenswertes
- In Deutschland ist der Dunkle Hallimasch weit verbreitet und wird in der bundesweiten Roten Liste der Großpilze als ungefährdet eingestuft.
- Vor allem in den nadelholzreichen deutschen Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald oder dem Harz tritt er sehr häufig auf und stellt für die dortige Forstwirtschaft einen bedeutsamen Schadfaktor dar.
- In deutschen Forsten kann der Dunkle Hallimasch im Erscheinungsbild leicht mit anderen büschelig an Holz wachsenden Pilzen wie dem Sparrigen Schüppling verwechselt werden.
Häufige Fragen
Wann wächst Dunkler Hallimasch?
Laut Beobachtungen in Polen (GBIF) ist die Saison: Oktober – November; die meisten Funde fallen in Oktober.
Wo wächst Dunkler Hallimasch?
Ein Baumparasit (Hallimasch-Wurzelfäule, Weißfäule des Holzes) und ein Saprophyt auf toten Stümpfen und Wurzeln, manchmal auf dem Boden in der Nähe von Wurzeln. Er breitet sich durch schwarze Rhizomorphen („Schnürstränge“) unter der Rinde und im Boden aus; das Myzel kann Biolumineszenz zeigen (leuchtendes Holz). Er befällt hauptsächlich Fichte, seltener Tanne, Kiefer und Buche; stark pathogen für viele Nadelbäume.
In der Gribo-App hat diese Art außerdem ein drehbares 3D-Modell, Fotos im Quiz und Warnungen bei der Bestimmung mit der Kamera. So fängst du an.